Mit nur vier Worten kann man die die Arbeit der LBV Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu zusammenfassen:
Und doch steckt hinter diesen Begriffen so viel mehr: über 1.000 Mitglieder, mehr als 80 Hektar wertvolle Flächen; fachliche Naturschutz-Beratung; rege besuchter Webcam von Turmfalken; Arbeitseinsätze zum Mähen, Kartieren, Nistkastenkontrollieren und vieles vieles mehr.
Wir laden Sie gerne ein, uns, unsere Arbeit und aktuelle Themen auf der Homepage zu entdecken - oder noch besser: selbst aktiv zu werden.
Wir freuen uns auf Sie!

Wieder gibt es einen toten Gänsegeier im Unterallgäu. Das tote Tier wurde am 14. Juni in der nähe von Warmisried entdeckt. Die offensichtlichen Verletzungen zeugen von einem Zusammenstoß mit einem Windrad, der zum sofortigen Tod geführt hat. Dennoch lässt der LBV die Todesursache noch einmal untersuchen, um eine Bleivergiftung auszuschließen. Denn dies war die Todesursache des Gänsegeiers, der letztes Jahr im Unterallgäu beobachtet und kurze Zeit später tot aufgefunden wurde.
Ein Tod durch Windräder könnte verhindert werden. Es gibt die Möglichkeit, Rotorblätter besser sichtbar zu machen, oder die Windräder abzuschalten, wenn sich ein Vogel nähert.
Durch den Einsatz von bleifreier Munition könnte auch ein Tod durch Bleivergiftung bei Aasfressern verhindert werden. Der LBV setzt sich dafür ein, dass auch in Bayern bleihaltige Munition verboten wird. Dieses Verbot gilt in Bayern momentan nur für die Jagd im Staatswald.
Gänsegeier sind im Unterallgäu nicht heimisch. Sie kommen in unsere Region zur Nahrungssuche, da ihre Eltern die nächste Brut versorgen und für die Jungvögel nicht mehr viel abfällt.
Sollten Sie einen Gänsegeier sehen, bitte melden Sie die Sichtung beim LBV unter [email protected] mit Datum, Uhrzeit und Sichtungsort sowie einer Beschreibung des Tieres.
05.07.2026
Am 16. April fand im Wirtshaus Akut in Erkheim die jährliche Hauptversammlung der LBV-Kreisgruppe Memmingen/Unterallgäu statt. Schon zu Beginn berichtete die Gastrednerin vor gut 60 Teilnehmern, die Münchner Entomologin Dr. Annette von Scholley-Pfab über die „Überwinterungsstrategien von Schmetterlingen“. Der Vortrag gab spannende Einblicke in das Suchen und Kartieren von teilweise winzigen Schmetterlingseiern und -raupen und gut getarnten adulten Schmetterlingen, die harten Winterbedingungen trotzen können.
Im Anschluss berichtete der Vorsitzende Leo Rasch über die Erfolge und Entwicklungen der Kreisgruppe im letzten Jahr. Aktive der Kreisgruppe veranstalteten Führungen und Vorträge, betreuten Infostände, pflegten Naturschutzflächen und Nistkästen und betreuten Kinder bei Umweltbildungs-Veranstaltungen. Die Flächen der Kreisgruppe konnten im letzten Jahr durch weitere Zukäufe vergrößert werden.
Nach dem Bericht des Schatzmeisters und der Entlastung des Vorstandes wurden langjährige Mitglieder geehrt. Im Anschluss fanden turnusmäßige Neuwahlen des Vorstandes statt. Alle Mitglieder des Vorstandes stellten sich wieder zur Wahl und wurden auch bestätigt. Lediglich der Schatzmeister Herbert Hößle legte sein Amt nieder, ihm wurde für seine gute Arbeit in den letzten 10 Jahren gedankt. Im Vorstand sind nun: 1. Vorsitzender: Leo Rasch, 1. stellvertretender Vorsitzender Josef Schlögel, 2. stellvertretender Vorsitzender Daniel Watzlawik, Kassenprüfer: Martin Kächler und Heike Matejka, Schriftführerin: Ines Wendekamm, Delegierte: Martin Kächler, Werner Matejka, Daniel Watzlawik, stellvertretende Delegierter: Hermann Kunze, Beisitzer: Claudia und Gregor Abeltshauser, Andrea Hess, Christopher Hoffmann, Daniela Staudinger
Allen Gewählten herzlichen Glückwunsch und weiterhin eine gute Zusammenarbeit für die Vorstandschaft!
26.04.2026, Dr. Lena Heuß
Dieser Montag zeigte sich wettermäßig ideal für eine „Outdoor-Aktion“ welche sich auf dem Schulgelände der Memminger Lindenschule abspielen sollte. Zehn Jugendliche trafen sich nach der großen Pause mit ihrer Betreuerin Frau Doris Merk und dem ehrenamtlichen Mitglied vom LBV, Herrn Hermann Kunze im südlichen Naturgarten der Schule. Im Mittelpunkt standen die selbst angefertigten Nistkästen, bei welchen sich handwerkliche Qualität, genaues Arbeiten bis ins Detail zeigten.
Nach einer kurzen, beidseitigen Vorstellung, in welcher Herr Kunze den Verband des Landesbund für Vogel- und Naturschutz vorstellte, wurde erörtert, wo und wie die Bruthilfen an den Bäumen befestigt werden sollen. Höhe und Ausrichtung wegen Regen und Wärme wurden besprochen. Anschließend konnten die Jugendlichen selbst mit Leiter und Akku an die Umsetzung gehen. Auf der Leiter in etwa 3 bis 4 Meter Höhe erfuhren dann einige der
jungen Männer, dass es einfacher aussieht, dort oben mit den Gerätschaften zu hantieren und selbst im Gleichgewicht zu bleiben. Im Laufe der Aktion zeigten mehrere ihren Mut und halfen tatkräftig bei der Befestigung. Somit wird sich in den nächsten Jahren zeigen, welche Vogel- und Tierarten diese Nisthilfen annehmen und somit dieses Pause-Areal mit einer Biodiversität, also Vielfalt bereichern. Herr Kunze bedankte sich im Namen vom
LBV bei der Leitung der Lindenschule, bei den Lehrerinnen und war sichtlich zufrieden von der gemeinsamen Aktion mit den Jugendlichen, bei welcher sich zeigte, dass jeder seine Fähigkeiten mit einbringen kann.
03. April 2026, Hermann Kunze
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