Reverse Graffiti bei der LBV-Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu

Dem ein oder anderen sind sie vielleicht schon aufgefallen, die Spuren auf dem Gehweg entlang der Schlossmauer in Türkheim. Bei den Spuren handelt es sich um ein "reverse Graffiti"- also ein umgekehrtes Graffiti. Statt Farbe wird nur Wasser verwendet. Durch die Schablone werden manche Stellen sauber, andere bleiben schmutzig und so ist am Ende ein Motiv erkennbar. Und da sich mit der Zeit wieder Dreck und Feinstaub ablagert verschwinden die Spuren innerhalb einige Wochen wieder von ganz alleine!

Bei der Anbringung der Motive hat uns die Jugendfeuerwehr Türkheim tatkräftig unterstützt - vielen Dank dafür!

Mit den verschiedenen Fußspuren von Luch, Ente und Vogel möchten wir auf uns als LBV aufmerksam machen und daran erinnern, wie wichtig Naturschutz ist. Denn eine Frage, die momentan auch auf dem Gehweg in Türkheim steht, sollte sich jeder von Zeit zu Zeit stellen: Welche Spuren hinterlässt du?

Sie möchten bei uns mitmachen? Kein Problem. Melden Sie sich unverbindlich per Email (t-mueller@lbv.de) oder telefonisch (08331/96677-14) bei uns in der LBV Bezirksgeschäftsstelle Schwaben in Memmingen. Wir freue uns über jeden, der mit uns zusammen der Natur helfen möchte!

Fotos von Theresa Müller und Leo Rasch

Ohne die Jugendfeuerwehr Türkheim keine "Spuren"!
Ohne die Jugendfeuerwehr Türkheim keine "Spuren"!
...Welche Spuren hinterlässt Du?
...Welche Spuren hinterlässt Du?

Spannender als jeder Tatort!

einen kurzen Moment lang erhob sich das Muttertier und man konnte die drei Geschlüpften sehen. Die beiden Eier wurden vorsichtig im Nest mit eingebettet.
Seltene "Einblicke" bei der Schleiereulen-Aufzucht

ist die Betrachtung der Webcam mit dem Schleiereulen-Nachwuchs.

Nur hier als Beispiel: Donnerstag, den 1. September zeigten die Bilder am Abend von ca. 21.30 bis 22.00, wie die Schleiereulen-Mama ihre nun schon drei Jungen fütterte und es war auch zu erkennen, dass noch zwei Eier neben den Jungen unter dem Federkleid liegen. Die beiden "Vorratsmäuse" werden nicht lange reichen, sie werden bis aufs Fell ausgenommen und stillen somit den Hunger der Kleinen.

Nachwuchs gesucht

V.links Josef Schlögel, Oliver Röwer, Steffi Erhard, Jaqueline Sehrer, Melany Rieger, Lena Nuckel, Kerstein Mucha, Georg Frehner, Hermann Kunze, Leo Rasch
V.links Josef Schlögel, Oliver Röwer, Steffi Erhard, Jaqueline Sehrer, Melany Rieger, Lena Nuckel, Kerstein Mucha, Georg Frehner, Hermann Kunze, Leo Rasch

Bei Sonnenschein, Butterbrezen und selbstgemachtem Obstsaft war das Kennenlernen im Biergarten der Ungerhausener Wirtschaft zum Adler ein leichtes und somit wurden viele Fragen geklärt. Erfreut konnten wir feststellen, dass die Werber auch persönlich hinter unserem Anliegen, sich für die Natur einzusetzen, stehen.

Einfrig wurden die Details und wichtigen Argumente, welche von unserem Kreisvorsitzenden Georg Frehner und von Theresa Müller vorgetragen wurden notiert und diskutiert. Schon bei der Aufstellung zum Gruppenfoto wurde gemeinsam viel gelacht und somit war klar, dass die Studenten motiviert in ihre Arbeit starteten.

Sie werden nun um neue Mitglieder für den LBV im Landkreis Unterallgäu werben, tragen ein T-Shirt mit dem bekannten LBV-Logo. Sie nehmen keine Barspenden an und tragen einen Mitarbeiterausweis bei sich.

Es wurde wieder in die Hänge gespuckt!!

.... Zutritt nur für aktive Helfer für die jährliche Mahd!
Für uns so wichtige Flächen

...... im wahrsten Sinne des Wortes.

Falsche Tierliebe schadet Jungvögeln

Uns erreichen verstärkt Anfragen von besorgten Tierliebhabern aus dem Raum Memmingen und dem Unterallgäu, wie sie sich bei gefundenen Jungvögeln verhalten sollen?

Wir vom LBV raten hier: Finger weg - Beobachten Sie die Situation genau, die Rufe des Jungvogel sind meist keine "Hilferufe", sondern dieser hält einfach Kontakt zu den Vogeleltern. Meist sind die Eltern auf Futtersuche und finden somit dann wieder zu ihrem Pflegling zurück. Ist der Ort, an dem Sie den Jungvogel gefunden haben aber recht unsicher, z.B. Verkehr oder sind Katzen in der Nähe, dann können Sie den Vogel problemlos an einen sicheren Ort oder sogar in sein Nest umquartieren. Das Bild zeigt Ihnen recht anschaulich, wie Sie sich verhalten sollten. Danke

Pflegemaßnahmen im Pleßer- und Winterrieder Ried 2015

Jung und Alt packten an und besonders freuten wir uns über die Hilfe von drei Asylbewerber aus Eritrea.

Die Wetterbedingungen waren schon die ganze Woche recht gut, sodass Georg Frehner und Josef Schlögel mit ihren wichtigen Vorarbeiten, dem Mähen der Streuwiesenflächen beginnen konnten. Erfreulicher Weise zeigte sich auch eine rege Anmeldung von Helfern, aber es war dann am Samstag, den 1. August schon eine große Überraschung für unseren Vorstand Georg Frehner, dass 40 Naturfreunde zum Arbeitseinsatz kamen.

Projekt "Flussraum Iller" am 23. Juli eröffnet

ist durch Breite und Ufergestaltung sicherlich bald ein Habitat für Lebewesen und Pflanzen.
mühevolle Handarbeit und ausdrucksvoll
mühevolle Handarbeit und ausdrucksvoll
Hoffentlich übernimmt nun bald wieder die Natur nach all den Erdarbeiten und unruhigen Zeiten das Regiment an der Iller!
Hoffentlich übernimmt nun bald wieder die Natur nach all den Erdarbeiten und unruhigen Zeiten das Regiment an der Iller!

Es gab noch viel zu tun, im Endspurt um die Projekte "Flussraum Iller" am LEW-Kraftwerk Legau in Sack. Für uns vom LBV nicht gerade ein Freudentag, aber wie es auch LBV-Mitglied und Leader-Koordinator Ethelbert Babl in seiner Ansprache formulierte: ...die Frage bleibt, ob die letzten Naturräume des Allgäus wirklich alle erschlossen werden müssen? Dank unserer Kritikpunkte und anderer Naturverbände wurden viele dieser schon im Vorfeld aufgenommen und umgesetzt.  Somit ist wirklich aus der früher an die vermauerte Illeruferböschung angrenzende Viehweide ein neuer Lebensraum mit Kiesbänken und einem Bachlauf entstanden. Gerade diesem wird es durch die fachliche und natürliche Umsetzung gelingen, dass sich im Wasser und an den Bachufern bald reges Leben einstellt. Mögen dann auch die Jugendlichen von der Umweltstation hier viel Wissen über die Vielfalt von Leben im und am Wasser erfahren und lernen. Junge Bildhauer haben genau an diesem Bachlauf in große Felsbrocken für die nächsten Generationen in harter Handarbeit die Bilder von Libelle, Fledermaus, Ringelnatter und einem Uhu eingemeißelt. Mögen hier aber in Zukunft, auch die Tiere in Wirklichkeit zu sehen sein und somit sollten Naturfreunde, Wanderer und Radfahrer mit Achtung dieses Kleinod von Landschaft an der Iller achten und schätzen.

Wir vom LBV, werden weiterhin mit wachsamem Auge das Projekt "Flussraum Iller" begleiten und im Sinne des Naturschutzes beeinflussen.

Wenn Birdwatcher durch das Landesgartenschaugelände in Memmingen streifen!

... schon von Anfang an, war die Gruppe neugierig Neues über die Vogelarten hier im Stadtpark zu erfahren.
...gemeinsam und mit Hilfe der Ferngläser wurde nach den gefiederten Freunden Ausschau gehalten, - meist mit Erfolg!
...gemeinsam und mit Hilfe der Ferngläser wurde nach den gefiederten Freunden Ausschau gehalten, - meist mit Erfolg!

Wir, der LBV hatte zu einer vogelkundlichen Wanderung durch das Landesgartenschaugelände in Memmingen geladen und am Sonntag, den 14. Jun 2015 pünktlich um 8.30 war es soweit. Eine Gruppe von 10 Teilnehmer wurde von LBV Mitglied Hermann Kunze begrüßt und an die sehr interessierten Naturfreunde wurden Ferngläser verteilt.

Durch das doch schon dichte Grün des Parks war es gar nicht so einfach, die Vogelarten zu entdecken. Natürlich konnten wir die meisten schon an Hand ihrer Stimmen deuten, aber oft waren es Bewegungen im Gebüsch oder in den Bäumen und dann sahen wir Kohl- und Blaumeisen, welche futtersuchend nach Insekten suchten. Am Stadtbach konnten wir dann mehrmals die gelbliche Gebirgsstelze ausmachen, was für die meisten Teilnehmer ein bisher nicht bekannter Vogel war.

Insgesamt war die Tour durch die Grüne Oase in Memmingen ein Erfolg und die Beteiligten waren überrascht, was man alles an Vogel und Tierarten entdecken kann, wenn man den Fokus daran setzt.

LBV-Stand beim Bürgerfest " Memmingen blüht"

...meist ging es um Fragen zu Vogelarten, zum Igel oder Schmetterlingen. Wichtig war auf jeden Fall der Kontakt.
.. auch wenn wir manchmal im Rücken der Zuschauer standen, war trotzdem unser Stand direkt dabei.

09.05.2016 - Die Werbegemeinschaft "Junge Altstadt Memmingen e.V" hatte zum 15. mal eingeladen und der Landesbund für Vogelschutz war, wie schon im vorherigen Jahr dabei!

Dank der Hilfe unserer Mitglieder Herbert, Daniel und Rene konnten wir nicht nur rechtzeitig den Stand mit all unseren Informationsflyern und Jahresmagazinen bestücken, nein wir waren auch den ganzen Tag in der Lage uns den Fragen der Besucher zu widmen. Diese Gespräche mit Jung und Alt sind der wesentliche Inhalt im Kontakt mit den Naturfreunden oder denen, welche es noch werden wollen. Natürlich hatten wir auch Fachliteratur dabei, welche wir auch brauchten, bei der Frage, wie sich den die Rabenvögel so unterscheiden. Gleichfalls die Frage von einem Besucher, welcher braungebrannt vor wenigen Tagen aus Griechenland kam und den Unterschied vom Bienenfresser zum Eisvogel wissen wollte.

Es war nie langweilig, wenn mal wirklich keine direkten Anfragen waren, dann war mit Sicherheit auf der Tribüne was los. Fragen nach der Größe des Kuckucks, dass die Krähen und Elstern so arge Nesträuber sind, oder was man von der Ganzjahresfütterung halten soll, all dies zeigte uns, dass Information und Sensibilisierung zur Natur wichtig ist.  Ein weiterer wichtiges Gesprächsthema war "Gartenerde ohne Torf" - denn somit kann jeder was für den Co2 Haushalt tun und schützt somit die Moore.

Wir kamen Alle zum Ergebnis,... es hat sich gelohnt, wir konnten kompetente Werbung machen und wir sind 2016 sicherlich wieder dabei.

(Hermann Kunze)

Arbeitseinsatz 2014


Aktuelles

 

Hier werden wir immer wieder aktuelle Themen, die vor allem unser Gebiet betreffen, aufgreifen.

Der Rotmilan ist ein treffendes Beispiel. Hier trägt das Unterallgäu, aufgrund seiner Populationsdichte eine große Verantwortung.

 

<< Links im Menü die bereits vorhandenen Themen.

Naturschutz: Großer Einsatz für die Artenvielfalt

Die Schleppplane wird mit Mähgut beladen und anschließend mit einer Seilwinde an eine trockene Stelle gezogen.

Wenn der Spätsommer beginnt stehen für den Landesbund für Vogelschutz (LBV) Kreisgruppe Unterallgäu/Memmingen, wieder umfangreiche Arbeitseinsätze auf dem Programm. Auf botanisch und ornithologisch wertvollen Flächen, wie ehemalige Torfstiche, Feuchtwiesen, Schilfflächen und steile Trockenhänge, finden Arbeitseinsätze statt.

37 Helferinnen und Helfer kamen kürzlich bei ideamlem Wetter zum großen Arbeitseinsatz des LBV mit insgesamt vier Baustellen ins Pleßer- bzw. Winterriedener Ried. Es geht darum, das zuvor von Georg Frehner und Josef Schlögel gemähte Mähgut mit der Gabel abzutragen. Auch zwei Landwirte waren mit Traktor, Ladewagen und Seilwinde vor Ort. Besonders im Winterriedener Ried wird das Mähgut auf Schleppplanen geladen und mit Hilfe einer Seilwinde an trockene Stellen gezogen, wo der Ladewagen dann es aufnehmen kann.

Auf LBV-Eigentums- bzw. Pachtflächen, die mit Maschinen schwer zu befahren sind, wird jedes Jahr mit dem Balkenmäher gemäht und das Material mit Muskelkraft entfernt. Die Flächen würden ansonsten sehr schnell verbuschen und verlanden. Dies ist sehr wichtig, damit sich die Artenvielfalt dort entwickeln kann. Wiesen-Storchschnabel, Sibirische Schwertlilie, Herbstzeitlose, Pfeifengras, Grünes Heupferd, verschiedene Amphibienarten, Randringperl-mutterfalter und Storchschnabel-Bläuling sind nur einige Arten, welche von den Pflegemaßnahmen profitieren. Aber auch Durchzügler oder Wintergäste wie Bekassine und Zwergschnepfe rasten in den wassergefüllten Senken. Selbst der seltene Raubwürger ist dort ein regelmäßiger Wintergast. Eine Überraschung gab es beim Mähen auf einem alten Torfstich: Ein seltenes Tüpfelsumpfhuhn flog kurz vor dem Balkenmäher aus einer nassen Senke. Viele Hände, schnelles Ende, so das Motto des LBV. Gedankt wurde mit einer deftigen und wohlverdienten Brotzeit.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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